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Sprache und Zitate
 
Projektarbeiten aus allen Fachrichtungen haben eines gemeinsam: Sie werden am Schluss schriftlich zu Papier gebracht. Mit dem Aufbau des Textes haben Sie sich im vorigen Kapitel befasst. Dieses Kapitel handelt vom Umgang mit der Sprache.

Sätze
Wenn Sie mit der Niederschrift Ihres Projektes beginnen, werden Sie mit der Frage konfrontiert, wie Sie Ihre Gedanken formulieren sollen. Achten Sie auf eine präzise Sprache. Schreiben Sie kurze Sätze. Packen Sie - wenn immer möglich - nie mehr als eine Aussage in einen Satz. Genauso wie lange Sätze behindern lange Wörter das Lesen.

Aktiv / Passiv
Meiden Sie das Passiv und den Konjunktiv. Das Verwenden der persönlichen Ich- oder Wir-Form ist eine Möglichkeit, bleiben Sie aber sachlich.

Gleichstellung
Zur Lösung des Problems der Gleichstellung von Frauen und Männern in der Sprache verwenden Sie eine konsequente Lösung. Statt der Unwörter "SchülerInnen" oder Wendungen "man/frau" schreiben Sie lieber Schülerinnen und Schüler (hier ist ein verbaler Mehraufwand erlaubt). Zu Beginn Ihrer Arbeit können Sie auch erklären, dass mit der einen verwendeten Form auch immer die andere Form gemeint ist.

Layout
Vergessen Sie die Textgestaltung nicht. Durch den Gebrauch von Computern kann heute jeder seinen Text selber gestalten. Die Auswahl der verfügbaren Formatierungen ist riesig. Trotz dieser verlockenden Möglichkeiten bleibt aber der Inhalt das Zentrale Ihrer Arbeit!

Schriftarten
Vermeiden Sie es, verschiedene Schriftarten in einem Text zu verwenden. Dies gilt auch für die Gestaltung von Titeln. Zeichenformate sparsam einsetzen! Verwenden Sie nie mehrere
Zeichenformatierungen nebeneinander. Empfehlenswert sind entweder fett oder kursiv, Unterstreichungen sollten vermieden werden. Richten Sie Ihren Text linksbündig aus. Flattersatz dient der besseren Lesbarkeit.

Zitate
Während des Schreibprozesses ist es wichtig, dass Sie stets klar trennen zwischen eigenen Ideen und solchen, die der Literatur entnommen wurden!
Manchmal haben schon andere Leute formuliert, was Sie in Ihrer eigenen Arbeit erwähnen wollen. Wie aber werden Zitate in den Text eingebaut? Auch hier wird in naturwissenschaftlichen und technischen Texten oft anders vorgegangen als in geisteswissenschaftlichen Arbeiten.
In naturwissenschaftlichen und technischen Texten folgt dem Zitat ein Hinweis auf das Literaturverzeichnis, mit Autorenname und Jahreszahl (Meier, 2002). Bei Zitaten mit mehreren Autoren wird nur der erste Autor angegeben und die weiteren mit "et al." (lat. "und andere") abgekürzt (Meier et al., 2002). Unter Zitaten versteht man hier nicht nur wörtliche Zitate, sondern auch Hinweise auf andere Dokumente.

Beispiel
• Anfang der 90er Jahre wurde die Luftqualität in Zürcher Klassenzimmern untersucht (Müller, 1992).
In den Geisteswissenschaften werden oft ganze Texte zitiert. Diese können abgehoben sein oder in diesen eingeflochten werden. Beachten Sie, dass jedes direkte Zitat wörtlich und zeichengenau wiedergegeben werden muss. Kürzungen oder Einfügungen Ihrerseits werden mit […] gekennzeichnet. Direkte Zitate stehen in Anführungszeichen, indirekte werden in indirekter Rede wiedergegeben.

Beispiel für ein direktes Zitat
Wissenschaft kann wie folgt charakterisiert werden: "Die grundlegenden Kriterien für Wissenschaft sind Systematik und Methodik. Die Wissenschaft sammelt Tatsachen und organisiert sie zu Systemen. Dabei folgt sie anerkannten methodischen Regeln. Die Einhaltung oder Nichteinhaltung dieser Regeln unterscheidet die wissenschaftliche Aussage von der unwissenschaftlichen."
(Theimer 1985: 9)

Beispiel für ein indirektes Zitat
• Nach Theimer sind die grundlegenden Kriterien für Wissenschaft Systematik und Methodik. Die Wissenschaft sammle Tatsachen und organisiere sie zu Systemen. Dabei folge sie anerkannten
methodischen Regeln. Die Einhaltung oder Nichteinhaltung dieser Regeln unterscheide die wissenschaftliche Aussage von der unwissenschaftlichen.
 
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